| Titel | Urkunden der Grafschaft Solms-Rödelheim |
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| Laufzeit | (1131 -) 1255 - 1913 |
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| Korrespondierende Archivalien | Bestand F 24 A |
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| Bestandsgeschichte | Die Urkunden dieses Bestands sind als Teil des ursprünglich in Schloss Assenheim lagernden Archivs der Grafen von Solms-Rödelheim im Februar 1970 durch Ankauf an das Staatsarchiv Darmstadt gelangt. Karl Herquet veröffentlichte 1891 eine Auswahl von Regesten aus diesem Bestand. 1943 erstellte Friedrich Uhlhorn ein zweibändiges maschinenschriftliches Repertorium, das 1959/60 im Staatsarchiv Darmstadt als vorläufiges Findmittel abgeschrieben wurde. In 1694 Nummern waren hier die wichtigsten Urkunden, wenngleich in ungleichmäßigen und umständlich formulierten Regesten erfasst. Die Neuordnung des Bestands durch Friedrich Battenberg ab 1979 beließ die ursprüngliche Nummernfolge mit kleineren Korrekturen (insb. Auflösung der Zwischennummern) und ordnete neu hinzugekommene Stücke ohne Rücksicht auf die Chronologie an die geschlossene Nummernfolge an. |
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| Enthält | Der Bestand - etwa 900 Stück aus der Zeit bis 1500, der Rest vor allem aus der Zeit vom 16. bis 18. Jahrhundert - umfasst außer zahlreichen Urkunden des Gesamtarchivs der Grafen von Solms einige bedeutende Vorprovenienzen. Enthalten sind in ihm außer einem größeren Teil des falkenstein-münzenbergischen Urkundenarchivs, das mit dem Tode Erzbischof Werners von Trier 1418 an die Gebrüder Bernhard und Johann v. Solms, die Söhne der Erbtochter Agnes v. Falkenstein, gefallen war, vor allem das Urkundenarchiv Franks XII. (d.Ä) v. Kronberg. Da dieser 1461 als letzter Vertreter des 'Ohrenstamms' ohne Hinterlassung von männlichen Erben starb, trat Kuno v. Solms-Lich, der Sohn seines vorverstorbenen Schwiegersohns Johann V., in seine Rechte ein. Einen weiteren Teilbestand bildet das Urkundenarchiv der Grafen Cratz v. Scharffenstein, das im 17. Jahrhundert über die mit Graf Johann August v. Solms verheiratete Gräfin Eleonore Barbara Cratz an die Grafen v. Solms-Rödelheim gelangte. Dokumentiert sind mit den Urkunden vor allem Ortschaften der Wetterau (besonders Friedberg, Rödelheim und Assenheim). Aus dem Senioratsarchiv des Gesamthauses Solms sind zahlreiche Lehnsbriefe und Lehnsreverse sowie Familien- und Erbverträge erhalten. Erwähnenswert sind Lehnsbriefe Kaiser Karls VI. und Josephs II. von 1712 und 1786 über die Reichslehen zu Rödelheim, Niederursel und Helblingshain (Nr. 1412), ein Teilungsrezess der Grafen v. Solms mit der Reichsstadt Frankfurt über die Gemeinschaft Niederursel (Nr. 2441), eine Vormundschaftsbestätigung Kaiser Karls VII. von 1742 (Nr. 1486), eine Vergleichsbestätigung Kaiser Franz' I. von 1749 im Streit zwischen dem Kloster Engelthal und der Gemeinde Höchst an der Nidder (Nr. 1490) und ein Schutzprivileg Kaiser Josephs II. von 1767 für dieses Kloster (Nr. 1512 ). - Von den Kopiaren sind in die Verzeichnung einbezogen das Kronberger Lehnskopiar von 1466 (B 9 Nr. 1937), ein Rödelheimer Kopiar aus der Mitte des 15. Jahrhunderts (B 9 Nr. 1944), ein 1438 angelegtes Kopialbuch des Vogts v. Ursel (B 9 Nr. 1945) und ein Kronbergisches Urkundenkopiar aus der Mitte des 15. Jahrhunderts (B 9 Nr. 2558). |
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| Literatur | Friedrich Uhlhorn, Die Solmser Archive in der Wetterau, in: Archivalische Zeitschrift 39, 1930, S. 69 - 80 |
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| Findmittel | Online-Datenbank Arcinsys (aktuellster Stand) |
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| Umfang | 68 m, 2.717 Stück |
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| Filmkopien | Mikrofiches vorhanden |
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| Benutzung | In den Bestand B 9 wurden auch Urkunden aufgenommen, die sich in anderen Archiven oder in anderen Beständen des Staatsarchivs befinden, z.B. in Handschriften. Bei diesen Urkunden steht im Signaturfeld „Nachweis“. Die tatsächliche Signatur findet sich in der Detailansicht im Feld „Weitere Überlieferung“. |
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