| Titel | Stiftung des Kloster Kuddewörde: Herzog Johann V. von Sachsen-Lauenburg urkundet, dass der in Gegenwart des unten genannten Notars und Zeugen vor ihm erschienene Priester Wenzel Schnorbach (eyn sendebade unde forer desz hilgedomptes desz geloffliken hilligen vaders sancti Huperti uth deme kloster Ardenna ordens s. Benedicti [Wilhelmitenkloster Abtei Ardenne in der Normandie] gelegen gesunth), willens ein Kloster des Ordens der Eremiten des Heiligen Wilhelms (Wilhelmiten) zu bauen, ihn um Anweisung eines Platzes in seinen Landen zum Klosterbau gebeten hat, und er, der Herzog, hat mit Zustimmung des Johannes V. von Berkentin, Bischof von Ratzeburg, und nach Resignation des Johann Dusingh, Kirchherr zu Kuddewörde, dem Wenzel Schnorbach die Kirche zu Kuddewörde mit deren Besitztümern und Einkünften überwiesen, mit einem zum Klosterbau bestimmten Platz bei der Kirche, mit dem Teich vor Kuddewörde, de dunsebecke genannt, mit freiem Brennholz, Fischereigerechtigkeit auf der Bille und Mahlgerechtigkeit in der herzoglichen Mühle an der Bille. Er hat ferner Bestimmungen hinsichtlich der Einkünfte, Besitzerwerbungen und der Oberhoheit über das Kloster getroffen.
d.d. Louenborch ame sonnavende vor exaltationis sancte crucis imme viff unde negentigesten jare. |
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