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Bürgermeisterämter im Kreis Wetzlar

TitelBürgermeisterämter im Kreis Wetzlar
BestandsgeschichteZugänge 1937 und 39/1995 Die Akten der sieben im Jahr 1932 aufgelösten Bürgermeistereien im Kreis Wetzlar gelangten 1937 als Ablieferung der Bürgermeistereien in das Staatsarchiv Wiesbaden. Sie waren zunächst als 7 verschiedene Bestände (Abt. 423 B bis H) dem Bestand Landratsamt Wetzlar (Abt. 423 A) zugeordnet worden, wurden jedoch später herausgelöst und als eigener Bestand (Abt. 424) aufgestellt und durchlaufend numeriert. 1984 wurde der Teil 'Vereinigte Bürgermeistereien Atzbach und Launsbach' neu verzeichnet. Nach einer Aktenabgabe der Gemeinde Dorlar im Jahr 1974 fand man darin weitere Akten der Bürgermeisterei, die offenbar auf die Gemeinden verteilt worden waren. Sie wurden in den Bestand nachträglich eingegliedert. Im Jahr 1955 gab die Gemeinde Ehringshausen Akten ab, von denen ein großer Teil aus der ehemaligen Bürgermeisterei Aßlar in Ehringshausen stammt.
Geschichte des BestandsbildnersIn der Rheinprovinz bildeten innerhalb der Landkreise jeweils mehrere Gemeinden einen besonderen staatlichen Verwaltungsbezirk, der 'Landbürgermeisterei', ab 1927 'Amt' genannt wurde. Zunächst gab es im Kreis Wetzlar nach 1816 folgende Landbürgermeistereien: Atzbach, Rechtenbach, Launsbach und Lützellinden (Immediatgebiet) und Aßlar (Greifenstein), Braunfels und Hohensolms (Fürstl. Solmssches Mediatgebiet). Um 1900 finden wir folgende Landbürgermeistereien vor: a) Die 'Vereinigten Bürgermeisterämter' Atzbach-Launsbach mit den Gemeinden Atzbach, Dorlar, Dutenhofen, Garbenheim, Kinzenbach, Krofdorf-Gleiberg, Launsbach, Odenhausen, Salzböden, Vetzberg und Wißmar b) Braunfels mit Albshausen, Braunfels, Burgsolms, Leun, Nieder- und Oberbiel, Oberndorf, Schwalbach, Steindorf, St. Georgen und Tiefenbach c) Ehringshausen mit Aßlar, Bechlingen, Berghausen, Breitenbach, Dillheim, Dreisbach, Ehringshausen, Katzenfurt, Klein-Altenstädten, Kölschhausen, Niedergirmes, Niederlemp und Werdorf (früher Amt Aßlar) d) Großrechtenbach mit Groß- und Kleinrechtenbach, Münchholzhausen, Reiskirchen, Vollnkirchen, Volpertshausen und Weidenhausen sowie ab 1872 den Orten Dornholzhausen, Ebersgöns, Hochelheim, Hörnsheim, Lützellinden, Nieder- und Oberkleen, die bis dahin der Bürgermeisterei Lützellinden zugehörten e) Greifenstein mit Allendorf, Biskirchen, Bissenberg, Daubhausen, Edingen, Greifenstein, Greifenthal, Holzhausen, Stockhausen und Werdorf f) Hohens olms mit Ahrdt, Altenkirchen, Bellersdorf, Bermoll, Blasbach, Erda, Großaltenstädten, Hohensolms, Mudersbach und Oberlemp g) Schöffengrund mit Bonbaden, Griedelbach, Kraftsolms, Kröffelbach, Laufdorf, Nauborn, Neukirchen, Niederquembach, Niederwetz und Oberquembach.
EnthältAkten der einzelnen Bürgermeisterämter (1815-1934). Der Bestand enthält vor allem Angelegenheiten der Bürgermeistereiverwaltung, des Gemeindebürgerrechts (Ein- und Ausbürgerungen) sowie die Betreffe Gemeindewald, Steinbrüche, Steuern und Statistik, Prozesse, Polizeiaufsicht, Bauwesen, Kirchen und Schulen, Handel und Gewerbe, Verkehrs- und Nachrichtenwesen, Landwirtschaft und Forsten, Jagd und Fischerei und Militär und Kriegswesen.
LiteraturFriedrich Kilian Abicht: Der Kreis Wetzlar, historisch, statistisch und topographisch dargestellt. 3 Bände, Wetzlar 1836-1837.
FindmittelRepertorium nach Schlagworten, überarbeitet von Nicolaus Runge, um 1955
Umfang44,25 lfm (Nr. 1-2350)
DeskriptorenWetzlar

Quelle: Original-Eintrag im Arcinsys · 🖨️ Druckansicht · ⭐️ Merken